Geburtsvorbereitung

Kurse zur Geburtsvorbereitung

Geschichtliches

Die Idee der Geburtsvorbereitung geht zurück auf den englischen Arzt Grantley Dick Read (1890-1959). Er stellte fest, dass die Geburtswehen von den Frauen mit sehr unterschiedlichem Schmerzempfinden erlebt werden. Und dass die Frauen leichter und schneller gebären konnten, wenn sie über die Vorgänge während der Geburt gut informiert waren und eine tiefe Atmung anwendeten. Sie benötigten zudem weniger Schmerzmittel.
Die Angst vor der Entbindung schienen einen entscheidenden Einfluss zu haben. Angst aber entsteht  vor allem aus Unkenntnis durch zu geringe oder falsche Information, was wiederum Anspannung und ein dadurch verstärktes  Schmerzempfinden verursacht. Daher setzte er sich schon in den vierziger Jahren für eine gründliche Aufklärung von schwangeren Frauen ein.
 
Hieraus wurden die Grundsätze für die Geburtsvorbereitung abgeleitet. Die Angst vor der Geburt sollte den Frauen genommen werden, durch allgemeine Aufklärung, bewusstes Atmen und Entspannungsübungen.
 

Geburtsvorbereitungskurs

Ab der 25.-30. Schwangerschaftswoche werden Kurse zur Geburtsvorbereitung empfohlen. Diese werden meist von Hebammen geleitet. Es werden sowohl Kurse für Paare, als auch reine Frauen-Kurse angeboten. Oft ist bei den letzteren ein Partnerabend eingeplant.

Die Kurse zur Geburtsvorbereitung umfassen in der Regel 8 - 10 Treffen von 1,5 Stunden. Die Kosten für den Kurs der werdenden  Mutter werden normalerweise von der Krankenkasse übernommen. Wenn der werdende Vater an einem Kurs teilnimmt muss er die Kosten meist selbst tragen.

Das Ziel der Geburtsvorbereitungskurse ist es, das Selbstbewusstsein der werdenden Mutter (bzw. der Eltern) zu stärken und das Vertrauen in die Fähigkeit, ihr Kind gebären zu können, zu wecken. Weiterhin soll eine gewisse Vorbereitung auf das Leben mit dem Neugeborenen erfolgen. Zu vielen Geburtsvorbereitungskursen gehören auch Informationen und Aufklärung über das Wochenbett, das Stillen und die Herausforderungen des Elternseins.

Da manche Kurse früh ausgebucht sind, sollte man sich rechtzeitig anmelden.  Und Informationen zu den in der Nähe angebotenen Kursen einholen. Diese erhält man beispielsweise bei Familienzentren, Familienbildungsstätten, Mütterberatungsstellen, Geburtskliniken und natürlich auch beim Facharzt oder der Fachärztin.

Die Inhalte der Kurse sind in der Regel:

  • der Verlauf der Schwangerschaft
  • die normale Geburt, mit den unterschiedlichen Phasen
  • Bewegungs- und Entspannungsübungen
  • Atemtechniken während der Geburt
  • und Partnermassagen
  • Infos zu unterschiedlichen Entbindungstechniken
  • Möglichkeiten der Schmerzlinderung bei der Geburt, z. B. Periduralanästhesie (PDA)
  • Stillen
  • oftmals ein Besuch des Kreißsaales und der Wochenstation
  • und natürlich der wichtige Austausch mit anderen werdenden Eltern

 

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